{"id":10476,"date":"2023-08-01T00:00:52","date_gmt":"2023-07-31T22:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/august_2023-beschaeftigung_von_schuelern_und_studenten_waehrend_der_ferienzeit\/"},"modified":"2023-12-04T12:54:36","modified_gmt":"2023-12-04T11:54:36","slug":"august_2023-beschaeftigung_von_schuelern_und_studenten_waehrend_der_ferienzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/august_2023-beschaeftigung_von_schuelern_und_studenten_waehrend_der_ferienzeit\/","title":{"rendered":"Besch\u00e4ftigung von Sch\u00fclern und Studenten w\u00e4hrend der Ferienzeit"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/wp-content\/uploads\/AdobeStock_144038182_Beschaeftigung_von_Schuelern_und_Studenten_waehrend_der_Ferienzeit_V2_w500_h0_q80_jpg.jpg\" \/><\/p>\n<h2>Geringf\u00fcgige Besch\u00e4ftigung<\/h2>\n<p>Ferienjobs erf\u00fcllen im Regelfall die Voraussetzung f\u00fcr eine sozialversicherungsfreie zeitlich geringf\u00fcgige Besch\u00e4ftigung. Denn Ferienjobs sind im Regelfall auf wenige Wochen befristet und \u00fcberschreiten im Allgemeinen drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage nicht. Die Zeitgrenze von 3 Monaten und die Zeitgrenze von 70 Arbeitstagen sind gleichwertige Alternativen zur Begr\u00fcndung einer kurzfristigen Besch\u00e4ftigung. Abweichende Zeitgrenzen in Abh\u00e4ngigkeit von der Anzahl der w\u00f6chentlichen Arbeitstage gibt es im Unterschied zu fr\u00fcheren Jahren nicht mehr (vgl. Richtlinien f\u00fcr die versicherungsrechtliche Beurteilung von geringf\u00fcgigen Besch\u00e4ftigungen vom 16.8.2022).<\/p>\n<h2>Mehrere Besch\u00e4ftigungen<\/h2>\n<p>Zur Berechnung der ma\u00dfgeblichen Zeitgrenzen sind alle Besch\u00e4ftigungen innerhalb eines Kalenderjahres zu ber\u00fccksichtigen. Daher m\u00fcssen alle seit Jahresbeginn zur\u00fcckgelegten Sch\u00fclerjobs in Form von kurzfristigen Besch\u00e4ftigungen in die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung einbezogen werden. Die berufsm\u00e4\u00dfige Aus\u00fcbung eines Ferienjobs scheidet regelm\u00e4\u00dfig aus. Unter diesen Voraussetzungen besteht keine Beitragspflicht zur Sozialversicherung. F\u00fcr Sch\u00fcler besteht jedoch Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Beitr\u00e4ge hierf\u00fcr hat der Arbeitgeber aufzubringen.<\/p>\n<h2>Studenten<\/h2>\n<p>Studenten sind grunds\u00e4tzlich sozialversicherungsfrei, wenn der Ferienjob in den Semesterferien ausge\u00fcbt wird und der Besch\u00e4ftigte an einer Hochschule, Fachhochschule oder Akademie immatrikuliert ist. In der gesetzlichen Unfallversicherung unterliegt ein Student immer der Versicherungspflicht. Studenten sind wie Aushilfen zu behandeln und deren Arbeitsentgelte sind im Jahreslohnnachweis der Berufsgenossenschaft zu melden.<\/p>\n<h2>Mindestlohn, Lohnsteuer<\/h2>\n<p>F\u00fcr minderj\u00e4hrige Sch\u00fcler gilt der Mindestlohn nicht. Eine Lohnsteuer m\u00fcssen Ferienjobber im Regelfall nicht entrichten. Der Ferienjobber \u00fcberschreitet die steuerlichen Frei- und Pauschbetr\u00e4ge in der Steuerklasse I im Regelfall nicht.<\/p>\n<h2>Schulentlassene<\/h2>\n<p>Abweichende Regelungen gelten hingegen f\u00fcr Schulentlassene. Jobbt ein Schulentlassener beispielsweise zwischen Abitur und Studium, ist stets eine berufsm\u00e4\u00dfige Besch\u00e4ftigung anzunehmen. Berufsm\u00e4\u00dfig wird eine Besch\u00e4ftigung dann ausge\u00fcbt, \u201ewenn sie f\u00fcr die in Betracht kommende Person nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist\u201c (vgl. Ziffer 2.3.3. Geringf\u00fcgigkeitsrichtlinien). Bei Schulentlassenen finden daher im Regelfall die f\u00fcr Arbeitnehmer geltenden Regelungen in der gesetzlichen Sozialversicherung Anwendung.<\/p>\n<p class=&quot;hide_creation_date&quot;>Stand: 26. Juli 2023<\/p>\n<div class=&quot;hide_image_author&quot;>\n<p>Bild: Daniel Ernst &#8211; stock.adobe.com<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sozialversicherungsrechtliche Besonderheiten bei zeitlich befristeten Besch\u00e4ftigungen w\u00e4hrend der Ferienzeit<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[73],"tags":[],"class_list":["post-10476","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuernews"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10476","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10476"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10476\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11030,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10476\/revisions\/11030"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10476"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10476"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10476"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}