{"id":11995,"date":"2025-05-01T00:00:00","date_gmt":"2025-04-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/mai_2025-solidaritaetszuschlag_verfassungsgemaess\/"},"modified":"2026-02-02T09:32:08","modified_gmt":"2026-02-02T08:32:08","slug":"mai_2025-solidaritaetszuschlag_verfassungsgemaess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/mai_2025-solidaritaetszuschlag_verfassungsgemaess\/","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4tszuschlag verfassungsgem\u00e4\u00df"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/wp-content\/uploads\/Solidaritaetszuschlag_verfassungsgemaess_V2_AdobeStock_65915974__gr_w500_h0_q80_jpg.jpg\" \/><\/p>\n<h2>Das Urteil<\/h2>\n<p>Das Bundesverfassungsgericht\/BVerfG hat mit Urteil vom 26.3.2025 (2 BvR 1505\/20) die Verfassungsbeschwerde der sechs Vorstandsmitglieder der FDP-Bundestagsfraktion gegen die Erhebung des Solidarit\u00e4tszuschlags\/Soli zur\u00fcckgewiesen. Die Kl\u00e4ger vertraten die Auffassung, dass der Soli mit Ende des Solidarpaktes II zum 31.12.2019 nicht mehr weiter erhoben werden darf. Au\u00dferdem r\u00fcgten sie die Ungleichbehandlung der hohen Einkommensbezieher gegen\u00fcber den Geringverdienern, die den Soli nicht zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Beobachtungsobliegenheit und Umwidmung<\/h2>\n<p>Das BVerfG hat eine Verpflichtung des Gesetzgebers zur Aufhebung des Solidarit\u00e4tszuschlags ab dem Veranlagungszeitraum 2020 nicht gesehen, hat allerdings betont, dass f\u00fcr die weitere Erhebung der Erg\u00e4nzungsabgabe ein evidenter Finanzierungsmehrbedarf gegeben sein muss. Ob und inwieweit ein solcher gegeben ist, muss beobachtet werden. Dieses durch das Urteil neu aufgekommene Kassationsrisiko d\u00fcrfte sich f\u00fcr den Bund aber in Grenzen halten. Denn f\u00fcr den Fall, dass der aktuelle Finanzierungsbedarf f\u00fcr den Soli k\u00fcnftig nicht mehr gegeben sein sollte, hat das BVerfG eine Umwidmung zur Deckung eines anderen Bedarfs zugelassen. Die Einnahmen aus dem Soli belaufen sich seit 2020 auf insgesamt \u20ac 79,57 Mrd. F\u00fcr diese beachtliche Summe ist sicherlich auch k\u00fcnftig ein anderer Finanzbedarf im Bundeshaushalt vorhanden bzw. es d\u00fcrfte sich ein solcher m\u00fchelos begr\u00fcnden lassen.<\/p>\n<h2>Freigrenzen sozial gerecht<\/h2>\n<p>Zur materiellen Frage der Erhebung des Solizuschlags hat das BVerfG soziale Gesichtspunkte, insbesondere die soziale Staffelung, f\u00fcr zul\u00e4ssig erachtet. Mit anderen Worten: Dass der Soli erst ab einer festgesetzten Einkommensteuer von \u20ac 19.950,00 (\u20ac 39.900,00 f\u00fcr Zusammenveranlagte) erhoben wird, ist sozial gerecht und verfassungsrechtlich unbedenklich. Die Finanzverwaltung hat den Soli im Einkommensteuerbescheid bisher nur vorl\u00e4ufig festgesetzt. Mit dem Urteil entf\u00e4llt nun die vorl\u00e4ufige Festsetzung im Einkommensteuerbescheid und der allgemeine Vorl\u00e4ufigkeitsvermerk in den Steuerbescheiden ist hinf\u00e4llig geworden.<\/p>\n<p class=&quot;hide_creation_date&quot;>Stand: 27. April 2025<\/p>\n<div class=&quot;hide_image_author&quot;>\n<p>Bild: Stockfotos-MG &#8211; stock.adobe.com<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesverfassungsgericht h\u00e4lt Solidarit\u00e4tszuschlag f\u00fcr verfassungsgem\u00e4\u00df<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11996,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[73],"tags":[],"class_list":["post-11995","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-steuernews"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11995","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11995"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11995\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12653,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11995\/revisions\/12653"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11996"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11995"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11995"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11995"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}