{"id":12007,"date":"2025-05-01T00:00:00","date_gmt":"2025-04-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/mai_2025-gelegenheitsgeschenke_und_anstandsschenkungen\/"},"modified":"2026-02-02T09:32:08","modified_gmt":"2026-02-02T08:32:08","slug":"mai_2025-gelegenheitsgeschenke_und_anstandsschenkungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/mai_2025-gelegenheitsgeschenke_und_anstandsschenkungen\/","title":{"rendered":"Gelegenheitsgeschenke und Anstandsschenkungen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/wp-content\/uploads\/Gelegenheitsgeschenke_und_Anstandsschenkungen_V2_AdobeStock_1078469652__gr_w500_h0_q80_jpg.jpg\" \/><\/p>\n<h2>Gelegenheitsgeschenke<\/h2>\n<p>Schenkungen an andere Personen unterliegen als sogenannte \u201efreigebige Zuwendungen\u201c grunds\u00e4tzlich der Schenkungsteuer, soweit bei der bzw. dem Beschenkten eine Bereicherung eintritt (\u00a7 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG). Bagatell- oder Freigrenzen gibt es nicht. Freigebige Zuwendungen m\u00fcssen dem Finanzamt angezeigt werden (\u00a7 30 ErbStG). Eine Ausnahme von dieser Regel bilden sogenannte Gelegenheitsgeschenke oder auch Anstandsschenkungen genannt. Die Steuerfreiheit solcher Zuwendungen basiert auf der Rechtsgrundlage des \u00a7 534 des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuches\/BGB. Nach dieser Vorschrift sind \u201eSchenkungen, durch die einer sittlichen Pflicht oder einer auf den Anstand zu nehmenden R\u00fccksicht entsprochen wird,\u201c nicht r\u00fcckforderbar und vom Widerruf ausgeschlossen. Analog sind solche Geschenke nach \u00a7 13 Abs. 1 Nr. 14 ErbStG steuerfrei. Soweit keine Steuerpflicht besteht bzw. eine solche eindeutig verneint werden kann, m\u00fcssen Gelegenheitsgeschenke von der Schenkerin, vom Schenker oder von der bzw. dem Beschenkten nicht nach \u00a7 30 ErbStG angezeigt werden.<\/p>\n<h2>Schenkungen von gr\u00f6\u00dferem Wert<\/h2>\n<p>Die Abgrenzung zwischen steuerfreien Anstandsschenkungen und steuerpflichtigen Zuwendungen ist oft schwierig, wenn es um Schenkungen von gr\u00f6\u00dferem Wert geht. Wertvolle Gegenst\u00e4nde werden von der Finanzverwaltung nicht als taugliche Gelegenheitsgeschenke gesehen. Bestimmte Wertobergrenzen sind im Gesetz zwar nicht genannt. Dennoch sind unter Ber\u00fccksichtigung des Wohlstandes der Beteiligten und der \u00dcblichkeit der Zuwendung bezogen auf den Anlass Obergrenzen einzuhalten.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Die \u00dcblichkeit eines Geschenkes beurteilt sich nicht nach einem Hundertsatz des Verm\u00f6gens des Schenkers, sondern nach den sich wandelnden Lebensgewohnheiten der jeweiligen Bev\u00f6lkerungsschichten. Hierbei ist auch bei gro\u00dfem Wohlstand eine durch die allgemeine Verkehrsauffassung gezogene Obergrenze zu ber\u00fccksichtigen, aus der sich die \u00dcblichkeit von Geschenken herleitet.<\/p>\n<p class=&quot;hide_creation_date&quot;>Stand: 27. April 2025<\/p>\n<div class=&quot;hide_image_author&quot;>\n<p>Bild: Usman &#8211; stock.adobe.com<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Zuwendungen d\u00fcrfen steuerfrei verschenkt werden?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":12008,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[73],"tags":[],"class_list":["post-12007","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-steuernews"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12007","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12007"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12007\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12661,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12007\/revisions\/12661"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12008"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12007"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12007"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12007"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}