{"id":12749,"date":"2026-04-01T00:00:00","date_gmt":"2026-03-31T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/april_2026-steuerfalle_bei_geldgeschenk_zu_ostern_vermeiden\/"},"modified":"2026-04-01T07:18:17","modified_gmt":"2026-04-01T05:18:17","slug":"april_2026-steuerfalle_bei_geldgeschenk_zu_ostern_vermeiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/april_2026-steuerfalle_bei_geldgeschenk_zu_ostern_vermeiden\/","title":{"rendered":"Steuerfalle bei Geldgeschenk zu Ostern vermeiden"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/wp-content\/uploads\/Geldgeschenk_v2_AdobeStock_253175090_Ostern_gr_w500_h0_q80_jpg.jpg\" \/><\/p>\n<h2>Steuerfreie Gelegenheitsgeschenke<\/h2>\n<p>Der Gesetzgeber stellt sogenannte \u201e\u00fcbliche Gelegenheitsgeschenke\u201c nach \u00a7 13 Abs. 1 Nr. 14 Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) steuerfrei.<\/p>\n<h2>Der Fall<\/h2>\n<p>Im Streitfall, den das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz (Urt. v. 04.12.2025 &#8211; 4 K 1564\/24) zu entscheiden hatte, wendete der Erblasser zum Osterfest 2015 seinem Sohn \u20ac 20.000,00 an Bargeld zu (streitgegenst\u00e4ndliche Schenkung). Dar\u00fcber hinaus erhielt der Sohn weitere Geldschenkungen zu Weihnachten von jeweils \u20ac 20.000,00. Der Sohn stammte aus einer sehr reichen Familie, in der Geschenke in dieser H\u00f6he sicherlich als \u201e\u00fcblich\u201c betrachtet werden.<\/p>\n<h2>Allgemeine Verkehrsanschauung ma\u00dfgeblich<\/h2>\n<p>Was als \u201e\u00fcbliches\u201c Gelegenheitsgeschenk angesehen werden kann, ist fallweise zu beurteilen, da das Gesetz keine Wertobergrenzen festlegt. Das FG hat in dem betreffenden Fall f\u00fcr die Beurteilung der \u201e\u00dcblichkeit\u201c die allgemeine Verkehrsanschauung f\u00fcr ma\u00dfgeblich erachtet und nicht die Anschauung der gesellschaftlichen Kreise, in denen die Schenker bzw. die Beschenkten verkehren. Geldgeschenke in H\u00f6he von \u20ac 20.000,00 sind danach nicht als \u00fcbliche Gelegenheitsgeschenke anzusehen. \u00dcbersteigt ein Gelegenheitsgeschenk den \u00fcblichen Rahmen, ist das Geschenk zur G\u00e4nze steuerpflichtig. Es kann kein angemessener Anteil abgezogen werden.<\/p>\n<h2>Fallstrick Erbschaftsteuererkl\u00e4rung<\/h2>\n<p>Schenkungen zu Lebzeiten werden im Regelfall dem Finanzamt nicht angezeigt. Soweit tats\u00e4chlich keine Steuerpflicht besteht bzw. eine solche eindeutig verneint werden kann, m\u00fcssen solche Gelegenheitsgeschenke vom Schenker oder dem Beschenkten tats\u00e4chlich nicht nach \u00a7 30 ErbStG angezeigt werden. In der Praxis stellt sich aber nicht immer eine Eindeutigkeit hinsichtlich einer Schenkungsteuerfreiheit ein. Kommt es dann anl\u00e4sslich des Todes der Schenkerin bzw. des Schenkers zu einer Erbschaftsteuererkl\u00e4rung, kommen alle Schenkungen im Regelfall ans Licht. Denn die Erbin bzw. der Erbe muss in der Erbschaftsteuererkl\u00e4rung alle Schenkungen von der Erblasserin bzw. vom Erblasser in den letzten zehn Jahren angeben, so wie es auch im Streitfall der Fall war. Eine Verj\u00e4hrung der Steuerpflicht tritt bei Schenkungen regelm\u00e4\u00dfig nicht ein, da die Verj\u00e4hrungsfrist erst beim Tod des Schenkers beginnt (Anlaufhemmung \u00a7 170 Abs. 5 Nr. 2\/Abgabenordnung AO).<\/p>\n<p class=&quot;hide_creation_date&quot;>Stand: 26. M\u00e4rz 2026<\/p>\n<div class=&quot;hide_image_author&quot;>\n<p>Bild: Joachim Wendler &#8211; stock.adobe.com<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Enge Auslegung des Begriffs der \u201e\u00fcblichen Gelegenheitsgeschenke\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":12750,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[73],"tags":[],"class_list":["post-12749","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-steuernews"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12749","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12749"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12749\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12751,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12749\/revisions\/12751"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12750"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12749"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12749"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kanzlei-fahn.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12749"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}